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New: Rationalität im Gespräch – Rationality in Conversation. Philosophisch-theologische Perspektiven – Philosophical and Theological Perspectives. FS C. Schwöbel 60. Geb.

Mühling Rationalität im GesprächIt seems that reason is less a universal principle than something inherently bound to the contexts in which it appears. These contributions to a conference held on the occasion of Christoph Schwöbel’s 60th birthday explore the character of reason’s manifold contexts: the grounding of reason in the inner word of God ́s Trinitarian life as well as the disclosure of reason and and its limits in human conversation.

Vernunft scheint in der Gegenwart weniger ein allgemeines Prinzip als eine in Kontexte eingebundene Größe zu sein. Die Beiträge einer Tagung anlässlich von Christoph Schwöbels 60. Geburtstag gehen der Frage nach dem Charakter dieser Kontextbindung nach: der Begründung der Vernunft im trinitarischen Gespräch wie der Erschließung und Problematisierung der Vernunft im menschlichen Gespräch.

Mit Beiträgen von V. Brümmer, G. van den Brink, C. Drobe, H. J. Eckstein, D.-M. Grube, J. Halfwassen, S. Heine, F. Hermanni, E. Herms, W. Härle, W. Homolka, W. Jeanrond, R. W. Jenson, D. Kelsey, A. F. Koch, A. Kupsch, V. Leppin, P.-C. Lai, P. Lo, A. Min, J. Moltmann, M. Mühling, P. Peterson, M. Sarot, F. Schweitzer, A. Torrance, J. Webster, M. Welker, M. Wendte, M. Wisse, H. Wißkirchen und L. Zak.

Markus Mühling (Hrsg.) in Gemeinschaft mit Christina Drobe, Dirk-Martin Grube, Alexander Kupsch, Paul Peterson und Martin Wendte

Leipzig (EVA), ISBN 978-3-374-04543-3

Vernunft scheint in der Gegenwart weniger ein allgemeines Prinzip als eine in Kontexte eingebundene Größe zu sein. Die Beiträge einer Tagung anlässlich von Christoph Schwöbels 60. Geburtstag gehen der Frage nach dem Charakter dieser Kontextbindung nach: der Begründung der Vernunft im trinitarischen Gespräch wie der Erschließung und Problematisierung der Vernunft im menschlichen Gespräch.


NEW: Edited book on the phenomena of the soul: Seelenphänomene

Seelenphänomene. Ein interdisziplinärer Dialog (JKHG 29) (als Hg. zus. m. U. Beuttler u. M. Rothgangel)

Ausdrücke wie «mit Leib und Seele» und Begriffe wie «Psychologie» und «Seelsorge» belegen, dass der Terminus «Seele» aus unserer Sprache nicht wegzudenken ist. Gleichzeitig scheint es sich um ein Relikt zu handeln, verzichten doch gerade die WMühling Seelenphänomeneissenschaften auf den Gegenstand der «Seele». Aus den Perspektiven von Physik, Psychologie, Philosophie und Theologie erklärt der Band diese Diastase und fragt nach der Phänomenalität der «Seele». Er zeigt, dass die Rede von der Seele zwar durch Befreiung von dualistischen Klängen reformbedürftig, aber unverzichtbar ist, will man der Phänomenalität menschlichen Werdens gerecht werden. Der Band beruht auf einer erweiterten Diskussion der Jahrestagung 2015 der Karl-Heim-Gesellschaft. Inhalt: Barbara Drossel: Komplexe Systeme, Emergenz und die Grenzen des Physikalismus — Wolfgang Mack: Psychologie mit und ohne Seele — Yvonne Förster: Bin ich mein Gehirn? Die Seele im Zeitalter der Neurowissenschaft — Jürgen Kegler: Biblische Begriffe und Vorstellungen von „Seele“ — Markus Mühling: „Seelen“ als Verb. Uberlegungen zwischen Theologie und Hirnforschung — Philipp Stoellger: Seele als Medium. Von der Leiblichkeit der Seele als sozialer Wahrnehmungsform — Wolfgang Drechsel: Wofur sorgt die Seelsorge? Ein Seelenbegriff zwischen psychotherapeutischer und theologischer Bestimmung.

Frankfurt/M. u.a. (P. Lang) 2016, ISBN 978-3-631-68111-4


New: Resonances in German: Resonanzen

Resonanzen: Neurobiology  Evolution and Theologie. Evolutionäre Nischenkonstruktion, das ökologische Gehirn und relational-narrative Theologie

Markus Mühling stellt eine erkenntnistheoretische Theorie vor, die Offenbarung als phänomenale Wahrnehmung versteht und die zu einer relational-narrativen Ontologie auf Basis von dramatischer Kohärenz führt. Diese Theorie wird in Auseinandersetzung mit basalen Fragen der Hirnforschung und Evolutionsbiologie entworfen, v.a. anhand der Frage, ob repräsentationalistische Relationen genügen, biologische Phänomene zu verstehen. Im Dialog mit neueren naturwissenschaftlichen Theorien wie der Theorie des ökologischen Gehirn und der Nischenkonstruktion und -rezeption wird so gezeigt, wie sowohl genuin theologische als auch genuin naturwissenschaftliche Arbeit vom gemeinsamen Dialog vertiefte Einsichten erhalten können.

Dies ist die deutsche Version des von der Leuphana Universität Lüneburg 2015 mit dem Monographiepreis dotierten Englischsprachigen Buches.

Göttingen – Bristol (CT) (Vandenhoeck und Ruprecht) 2016, ISBN 978-3-525-57046-3


Celia Deane-Drummond: In Adam all Die?

Guest lecture by Prof. Dr. Celia Deane-Drummond, Notre Dame (Indiana): In Adam all Die? Questions at the Boundary of Community Evolution, Niche Construction and Original Sin.

13.5. 2015 C14.001, 12 c.t.

AFFE UND ADAM – GASTPROFESSORIN REFERIERT ZU EVOLUTIONSBIOLOGIE UND THEOLOGIE

15.05.2015 Lässt sich in Anbetracht von Evolution sinnvoll vom Garten Eden und Sündenfall sprechen? Die Biologin und Theologin Prof. Dr. Celia Deane-Drummond von der University of Notre Dame (Indiana/USA), die unter anderem die Europäische Bischofskonferenz berät, geht in ihrer Forschung dieser Frage nach und hielt am 13. Mai an der Leuphana einen Gastvortrag zum Thema „In Adam all die? Questions at the boundary of niche construction, community evolution and original sin”.

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Die Geschichte von Adam und Eva ist jedem bekannt: Über ihre religiöse Bedeutung hinaus ist sie Teil unseres kollektiven Gedächtnisses. Dass die Menschheit mit einem Pärchen begann, welches nackt und zufrieden in einem Garten lebt, dann etwas Dummes tut, die Schuld dafür einander („die Frau, die Du mir gegeben hast, war’s“) und der Natur („die Schlange war’s“) zuschiebt, aber nicht selbst eingesteht, den Garten verlassen muss und sich anschließend Kleidung anzieht, hat für uns immer noch eine narrative Plausibilität.

EVOLUTION UND RELIGION

Gleichzeitig wissen wir aber, dass es Evolution gibt, ein graduelles Anpassen und Verändern von Spezies. Deane-Drummond betont, dass die Evolution dem Menschen keine Sonderstellung gönnt: Der Homo Sapiens Sapiens ist nur einer in einer ganzen Reihe von Primaten, jemand der erst ganz zum Schluss dazu kam und über lange Zeit hinweg nur eine kleine Population neben seinen sehr viel zahlreicheren und körperlich besser ausgestatteten Verwandten stellte. Ganz offensichtlich passen diese beiden Diskurse nicht direkt zusammen. Dabei ist die Geschichte von Eden für das Christentum nicht bloß eine unter vielen, sondern eine zentrale, da es ohne Adam und den Sündenfalls keine Erlösung bräuchte. Umso wichtiger ist, dass die Theologie angeben kann, wie diese beiden Dinge zueinander passen: „Theology that wants to be relevant needs to follow science“ (Deane-Drummond).

Grundsätzlich gab es immer wieder Versuche, organisierte Religion, die im Übrigen erst vor etwa 10.000 Jahren auftauchte und damit in der Geschichte der Menschheit ein vergleichsweise neues Phänomen ist, und Evolution zu verbinden – zum Beispiel evolutionssoziologisch: Die Vorstellung eines strafenden Gottes mag gruppenpsychologisch vermieden haben, dass Individuen sich einer Gemeinschaft anschlossen, ohne selbst etwas beizutragen. Religion führt also zu Altruismus und Altruismus trägt zum Überlegen der Gruppe bei. Obwohl derlei Deutungen eine gewisse Berechtigung haben, sind sie theologisch unfruchtbar, da sie Religion funktionalisieren und ein individualistisches Menschenbild zementieren.

WANDEL IN DER EVOLUTIONSFORSCHUNG

Deane-Drummond ist selbst Biologin, sie forscht zur Physiologie von Pflanzen, und kann bei der Frage nach der Vereinbarkeit von Survival und Sündenfall auf die neusten Forschungsergebnisse zurückgreifen. Sie weist darauf hin, dass es in der Evolutionsforschung einen Wandel gegeben hat: Während Darwin noch davon ausging, dass Evolution eine Sache von Fressen und Gefressen werden, von „claws and fangs“ und dem Gesetz des Stärkeren sei, hat sich dieses Bild hin zu einer stärkeren Betonung von niche construction/Nischenkonstruktion gewandelt. Dies bedeutet, dass Evolution darin besteht, dass sich Gemeinschaften eine Nische schaffen, d.h. selbst den Selektionsdruck der Umwelt verändern, was besonders gut an Bibern oder Ameisen zu sehen ist. Es ist nicht so, dass sich Organismen an die Umwelt anpassen müssen, sondern vollständige Systeme von Organismen und Umwelt entwickeln sich gemeinsam. Gegenüber dem Egoismus als Motor der Evolution unterstreicht die neuere Evolutionsforschung die Interaktion stärker. Homo Sapiens Sapiens, auffällig schmächtige Trockennasenaffen, überlebten ihre stärkeren Verwandten, weil sie in Angesicht der Gefahr, die von Tieren und ihrer Umwelt ausging, kooperierten.

ADAM UND EVA ALS GEMEINSCHAFT

„Adam“ und „Eva“ sind theologisch nicht als Individuen zu verstehen, sondern sie repräsentieren die menschliche Gemeinschaft und Aspekte von dieser. „Adam“ stammt vom hebräischen Wort für „Erde“ und „Eva“ vom hebräischen Wort für „Leben“. Evolution hat, gemäß der neuen Evolutionsforschung, nicht Individuen, sondern Gemeinschaften zum Gegenstand – und genau dies ist auch das Thema der Geschichte vom Garten Eden: Der Sündenfalls lässt sich als das unvermeidliche Auseinanderbrechen der ursprünglichen Gemeinschaft deuten und die Erbsünde als ein Hineingeboren werden in eine fragmentierte, zerbrochene Gemeinschaft. Diese ursprüngliche, nicht gestörte Gemeinschaft war dabei historisch niemals gegeben. Vielmehr handelt es sich theologisch um eine versprochene Möglichkeit. Erlösung ist dann die „Rückkehr“ zur „verlorenen“ Gemeinschaft bzw. die zukünftige Realisierung dieser noch nicht realisierten Möglichkeit; dies ist auch die Botschaft des Christentums. Dabei sind Eden und der Sündenfall weniger einer kollektive, verschwommene Erinnerung an die Kindheit der Menschheit als narrative Theologie und Anthropologie.

Zu ihren Ergebnissen kommt die Wissenschaftlerin, indem sie ihre beiden Disziplinen miteinander in Verbindung gesetzt hat: „Interdisciplinarity is important and exciting, it is a space to work and it leads to innovation.“


Resonances: Neurobiology, Evolution and Theology. Evolutionary Niche Construction, the Ecological Brain and Relational-Narrative Theology

ResonancesThis volume contains the results of research into the dialogue between theology and biology, particularly neuroscience and evolutionary theory. With regard to neuroscience, the representational paradigm is abandoned in favor of the ecological brain theory, which understands the brain as an organ of resonance between the living body and its surrounding environment. In relation to theological epistemology, this account not only leads to fruitful convergences, but also shows that revelation, as perception of God’s triune presence in creation, has to be understood as a resonating and non extra-ordinary or general kind of perception, instead of being a special interpretation of experiences that are beyond the ordinary. With regard to the theory of evolution, the Neodarwinian paradigm is expanded with the help of the theory of niche-construction, in which the relationship between organisms and their environment is understood to be reciprocally resonating. This new and emerging paradigm in biology fits to a relational-narrative theological ontology, in which the relationship between the life of the triune God and creation can be modeled on basis of the key metaphor of niche construction understood as a reciprocally resonating dramatic coherence.
Theologically, Markus Mühling presents a theory of revelation as perception and a relational-narrative ontology based on the concept of dramatic coherence, in which the triune life is understood not as an exception to ontology, but as the decisive condition of its possibility.
For neuroscience and evolutionary theory it provides the insight that taking the concepts of internally related external relata and a phenomenological approach into account leads to new horizons for solving those problems seen in certain older paradigms as posing irreconcilable contradictions.
Mühling also argues that a dialogue between theology and the natural sciences – in order to be fruitful – must be maintained in relative dependence and independence, that any such dialogue must take philosophical considerations into account, and that it is decisive for each of the dialogue partners to speak on behalf of their proper and particular areas of research.
The proposed results also reflect Mühling’s participation in the dialogue between leading theologians and scientists at the Center of Theological Inquiry, Princeton (NJ) on Evolution and Human Nature in 2013.

Göttingen – Bristol (CT) (Vandenhoeck und Ruprecht) 2014, ISBN 978-3-525-57036-4


Karl-Heim-Gesellschaft

In Oct 2014, the Karl-Heim Society for a Christian-biblical orientation in a scientific-technical world elects Prof. Mühling as new chairman and therefore as successor of Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Schwarz.

Die Karl-Heim-Gesellschaft für eine christlich-biblische Orientierung in einer wissenschaftlich-technischen Welt wählt Prof. Mühling zu ihrem Vorsitzenden, der damit Prof. Hans Schwarz nachfolgt.


2014–2015 Eternal God – Eternal Life. Theological Investigations into the Concept of Immortality

Prof. Mühling participates on the research project “Eternal God – Eternal Life. Theological Investigations into the Concept of Immortality”, organized by Dr. Philip Ziegler, University of Aberdeen. 11 leading theologians investigate into the subject by several workshops culminating into a research conference 27th–29th April 2015


2015 Rationality in Conversation – Rationalität im Gespräch

The Leuphana University, Systematic Theology and interdisciplinary Dialogue, organizes together with the University of Tübingen, sponsored by the Universtitätsbund and the Udo-Keller-Foundation the international symposium “Rationality in Conversation – Rationalität im Gespräch” in order to celebrate Christoph Schwöbel’s 60th Birthday.

Am 6.–7.2.2015 veranstaltet die Professur für Systematische Theologie zusammen mit der Universität Tübingen, unterstützt vom Universitätsbund und der Udo-Keller-Stiftung das internationale Symposion “Rationality in Conversation – Rationalität im Gespräch” anlässlich des 60. Geburtstages von Christoph Schwöbel.


“Konstitutionsfragen der Person. Theologische, phänomenologisch-naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven im Gespräch am Beispiel von John D. Zizioulas, Thomas Fuchs und Hans Joas”, PhD-Project by Phillip Diestel

2014 Phillip diestel starts working on his PhD-Project “Konstitutionsfragen der Person. Theologische, phänomenologisch-naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven im Gespräch am Beispiel von John D. Ziziouzlas, Thomas Fuchs und Hans Joas” (“Questions regarding the Constitution of the Person. Theological, phenomenological-scientific and social Perspectives in Dialogue on the Examples of John D. Zizioulas, Thomas Fuchs and Hans Joas”)

 


“Entwicklungen einer erweiterten Evolutionstheorie in ihrer Bedeutung für die Theologie am Beispiel der „Developmental Systems Theory“ Susan Oyamas”, PhD-Project by Jörg Persch

2014: Jörg Persch starts his work on his PhD-Project “Entwicklungen einer erweiterten Evolutionstheorie in ihrer Bedeutung für die Theologie am Beispiel der „Developmental Systems Theory“ Susan Oyamas” (“The Meaning of Developments of an Extended Theory of Evolution for Theological Considerations Exemplified on Susan Oyama’s Developmental Systems Theory”).


“Existentialist der Hoffnung? Das Phänomen „Hoffnung“ in der Entwicklung von Heideggers formal angezeigter Phänomenologie 1920–1927 in Auseinandersetzung mit dem theologischen Zugang Moltmanns und dem phänomenologischen Zugang Gabriel Marcels zum Phänomen der Hoffnung”, PhD-Project by Xu Wang

2014: Xu Wang starts working on her PhD-Project “Existentialität der Hoffnung? Das Phänomen „Hoffnung“ in der Entwicklung von Heideggers formal angezeigter Phänomenologie 1920–1927 in Auseinandersetzung mit dem theologischen Zugang Moltmanns und dem phänomenologischen Zugang Gabriel Marcels zum Phänomen der Hoffnung” (“In What Sense is Hope Existential? The Phenomenon of ‘Hope’ in the Development of Heidegger’s Phänomenologe 1920–27 in Comparison with Jürgen Moltmann’s theological approach and Gabriel Marcel’s phänomenological approach to the phenomenon of hope”).